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Die Arbeitsgruppe Bodengeographie/Bodenkunde gibt es in dieser Ausrichtung seit dem August 2005 am Geographischen Institut der Universität zu Köln. Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten sind Arbeiten zum Verhalten von Schadstoffen in belasteten Böden und Untersuchungen zur Charakterisierung und zum Stoffumsatz von Böden mit (zeitweise) reduzierenden Bedingungen. Prozessorientierte Arbeiten und die Verknüpfung von Gelände- und Laboruntersuchungen stehen im Fokus der Arbeitsgruppe. Der Arbeitsgruppe steht ein modern eingerichtetes, 800 m2 großes Labor zur Verfügung.

Natürliche und anthropogene Böden

Gley-Haftpseudogley aus Auenschluff über Auensand

WRB: Mollic Gleysol (Eutric, Siltic)


Lage: Rheine, Nordrhein-Westfalen (Nähe Ems)

Brauneisengley aus Auenlehm über Talsanden

 

WRB: Haplic Gleysol (Petrogleyic)


Lage: südliches Münsterland, Nordrhein-Westfalen

Der Boden ist in den Oxidationshorizonten (0 bis 70 cm) durch extrem hohe Eisen-, Mangan- und Arsengehalte (bis > 1000 mg kg-1 As) gekennzeichnet. Diese Elemente sind mit dem Grundwasser aus der umliegenden Landschaft transportiert worden.

Pararendzina aus Hochofengasschlamm

 

WRB: Spolic Technosol (Calcaric, Toxic)


Lage: Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen

Dieser Boden hat sich aus einem Industrieschlamm der Roheisenproduktion entwickelt. Kennzeichnend sind eine extrem hohe Wasserspeicherfähigkeit (um 700 L m-2) und hohe Gehalte an Zink, Blei, Cadmium und Cyaniden.

Norm-Kalkmarsch aus marinem Mischwatt über Sandwatt

WRB: Gleyic Subaquatic Fluvisol (Calcaric, Eutric)

Lage: Speicherkoog, Dithmarschen

Humuspodsol aus Flugsanden

WRB: Haplic Podzol


Lage: Rheine, Nordrhein-Westfalen (Nähe Ems)

Paternia-Vega aus Auensand


WRB: Haplic Fluvisol (Dystric, Arenic)


Lage: Rheine, Nordrhein-Westfalen (unmittelbar an der Ems)

Norm-Pararendzina aus Rohlöss


WRB: Calcic Hortic Kastanozem


Lage: Albig (Rheinhessen), Rheinland-Pfalz