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Globaler Süden im Kontext wirtschaftlicher Globalisierung

Im Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung kommt es zu einer Intensivierung und Beschleunigung der weltweiten Verflechtungen in den Bereichen Produktion, Handel, Kapital und Informationen. Hierbei nehmen unterschiedliche Regionen und Akteure auch unterschiedlich an diesen Prozessen teil. Die Arbeiten des Lehrstuhls gehen der Frage nach, wie sich diese Prozesse und ihre Auswirkungen erklären lassen und welche Handlungsempfehlungen sich gegebenenfalls daraus ableiten lassen. Einen konzeptionellen Schwerpunkt bieten hierbei Arbeiten zu Wertschöpfungsketten, zu Umweltgovernance und Umweltmanagement. 

Wertschöpfungsketten

Die Forschungen der Arbeitsgruppe konzentrieren sich in diesem Kontext auf die sich dynamisch verändernden und äußerst vielschichtigen Vernetzungen und Prozesse in Wertschöpfungsketten und deren Interdependenzen mit den sie beherbergenden Raumsystemen im Globalen Süden (v.a. südliches und östliches Afrika; vgl. z.B. Dannenberg & Nduru 2013). Hierbei gehen wir unter anderem der Frage nach unter welchen Bedingungen Schwellen- und Entwicklungsländer in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden werden (können) und welche Auswirkungen dies mit sich bringt (vgl. z.B. Dannenberg 2011).

Die hohe Bedeutung informeller Organisationsformen und Wissensflüsse erscheint hierbei als ein wesentliches Kennzeichen vieler auch international eingebundener Ökonomien des Globalen Südens (vgl.  Strasser/Dannenberg/Kulke 2013 Krone et al. 2016). So nehmen informelle Beziehungen z.B. bei der Koordination von Arbeitsteilung zu.

Daneben widmen wir uns weiteren gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der Globalisierung und untersuchen u.a. welche Auswirkungen moderne Formen der Informations- und Telekommunikation auf Akteure eingebunden in globale Wertschöpfungsketten und ihre Akteure besitzen (vgl.  Dannenberg & Krone 2013). 

Umweltgovernance und Umweltmanagement

Die Untersuchung von Mensch-Umwelt-Beziehungen erscheint im Hinblick auf die Beurteilung der Folgen der wirtschaftlichen Globalisierung auf Natur und Gesellschaft im Globalen Süden von wichtiger Bedeutung. Wir gehen hier u.a. der Frage nach wie private und staatliche Umweltstandards einen Beitrag leisten (vgl. z.B. Bernzen/Dannenberg 2012; Dannenberg/Nduru 2012). Vieles deutet darauf hin, dass Umweltstandards in den nächsten Jahren ein zentrales Instrument einer globalen Umweltgovernance undUmweltmanagements werden. Aufbauend auf unserer Forschung im Lebensmittelsektor, untersuchen wir, inwiefern solche Standards zur ökologischen Verbesserung globaler Wirtschaftsprozesse beitragen können und welche Risiken von ihnen ausgehen (z.B. die Exklusion von Produzenten, die diese Standards nicht erfüllen können).

 

Eine Auswahl unserer Drittmittelprojekte der letzten Jahre finden Sie hier.