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Industriebezogene Umweltdienstleistungen

Bearbeiter des Vorhabens: Prof. Dr. Dietrich Soyez (Leiter), Dr. Christian Schulz

Geographisches Institut der Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Tel.: 0221-4704141 (Soyez)
Tel.: 0221-4706102 (Schulz)
Fax: 0221-4704971

Email: d.soyez(at)uni-koeln.de
Email: ch.schulz(at)uni-koeln.de


Am Geographischen Institut der Universität zu Köln wird zur Zeit ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziertes Forschungsprojekt mit dem o.g. Titel durchgeführt. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Raumwirksamkeit industriebezogener Umweltdienstleistungen sowie deren Einflußnahme auf die gegenwärtig ablaufenden umweltbezogenen industriellen Wandlungsprozesse. Die Ziele des Forschungsvorhabens lassen sich vor diesem Hintergrund wie folgt umreißen:

  • Analyse der Tätigkeitsbereiche sowie der räumlichen und funktionalen Organisation von industriebezogenen Umweltdienstleistungen;
  • Untersuchung räumlich-struktureller Verflechtungsmuster a) zwischen Industrieunternehmen und Umweltdienstleistern;
    a) zwischen Industrieunternehmen und Umweltdienstleistern;
    b) innerhalb des Marktsegmentes der Umweltdienstleister;
  • Analyse der Wechselwirkungen mit anderen Wirtschaftssektoren/Branchen
  • Bewertung der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung dieses Teilsektor;
  • Analyse der Bedeutung für den Arbeitsmarkt (Berufsgruppen, Anforderungsprofile);
  • Einschätzung des Einflusses der Umweltdienstleister auf den industriellen Wandel (z.B. wissensbasierte Anpassungsprozesse in Produktion und Organisation).


Die vorgenannten Aspekte sollen international vergleichend in zwei Untersuchungsräumen, dem Raum Nord-Pas-de-Calais in Nordfrankreich und dem Großraum Köln, bearbeitet werden.

Die Untersuchungsmethodik umfaßt in einer ersten Phase neben einer standardisierten postalischen Befragung der Umweltdienstleister in den beiden Untersuchungsräumen auch qualitative Expertengespräche mit Umweltdienstleistern, Vertretern aus Kammern, Verbänden und Industrieunternehmen. Im Vordergrund der Expertengespräche mit Umweltfachleuten aus der Industrie stehen folgenden Aspekte:

  • Personelle und strukturelle Voraussetzungen für den betrieblichen Umweltschutz;
  • Die Bedeutung von Anreiz- (z.B. Öko-Labeling, Umweltzertifikate) und Kontrollinstrumenten für die strategische Unternehmensplanung;
  • Bewertung einzelner push- und pull-Faktoren für die Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes;
  • Erfahrung mit dem Einsatz von Umweltmanagementsystemen;
  • Nutzung externen Know-hows im produkt- wie im produktionsbezogenen Umweltschutz;
  • Vergabepraxis für extern zu erbringende Dienstleistungen;
  • Erfahrungen mit den Umweltdienstleistern.

In einer zweiten, vertiefenden Phase soll sich auf einige wenige Großbetriebe und die mit ihnen kooperierenden Umweltdienstleister in beiden Untersuchungsräumen konzentriert werden. Dies soll dazu dienen, konkrete Anpassungsprozesse einzelner Industriebetriebe, damit entstandene Tätigkeitsfelder für Umweltdienstleister sowie Verflechtungsmuster zwischen Anbietern und Kunden nachzuzeichnen.


Zum Herunterladen (im pdf-Format):

Environmental service-providers, knowledge transfer, and the greening of industry

Paper presented at the Annual Residential Conference of the IGU Commission on the Organization of Industrial Space, Dongguan / China, 8-12 August 2000